Thanatologie: Unser Spezialgebiet

Die Thanatologie – wörtlich übersetzt: Erforschung des Sterbens – befasst sich auch mit der äußeren Erscheinung Verstorbener und deren Veränderungen, etwa nach intensivmedizinischer Behandlung und bei der Einnahme von Medikamenten. Der körperliche Zustand des Toten kann besondere Versorgung durch einen Bestatter mit Fachkenntnissen der Thanatologie erfordern.

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Verstorbene in ihrer eigenen Wohnung aufgebahrt, damit ihre Lieben sich um den offenen Sarg versammeln und in Ruhe Abschied nehmen konnten. Gemeinsame Rituale trösteten über den ersten Schmerz hinweg.

Um einer Tabuisierung des Todes in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, gründeten engagierte Bestatter 1991 den VERBAND DIENSTLEISTENDER THANATOLOGEN (VDT). Ziele des VDT sind u.a., den Menschen wieder eine natürlichere Haltung zum Tod nahezubringen sowie Angehörigen die offene Aufbahrung als hilfreiche Maßnahme der Trauerbewältigung zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Seit wann gibt es die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft? Wie war es früher?
Die 3-jährige Ausbildung zur Berufsbezeichnung „Bestattungsfachkraft“ gibt es seit 2003.
Zuvor war es üblich, dass ein praktizierender Schreiner die Organisation einer Bestattung übernommen hat. Sehr viel früher kam der Schreiner sogar ins Trauerhaus, um am Verstorbenen Maß zu nehmen und anschließend den Sarg zu bauen. Dank dem Fortschritt in diesem Bereich gibt es heute jedoch die Möglichkeit sich als Bestattungsunternehmen allein diesem Bereich zu widmen und die Familie dadurch in allen anstehenden Themen rund um die Organisation einer Bestattung individuell zu betreuen.
Eine einfachere Variante der Ausbildung ist die 1-jährige Fortbildung zum „geprüften Bestatter“.
Pflegeheim oder Krankenhaus empfiehlt einen Bestatter. Muss ich diesen akzeptieren?

Muss ich den Bestatter akzeptieren, den mir der Arzt, die Klinik oder das Pflegeheim empfiehlt?

Nein, das müssen Sie nicht. Da die ersten Entscheidungen direkt nach dem Ableben Ihres lieben Angehörigen sicherlich die schwersten sind, ist eine Empfehlung jedoch hilfreich und nicht verwerflich; sich allerdings die Entscheidungsfreiheit absprechen zu lassen ist falsch. Sie allein entscheiden, welches Bestattungsunternehmen die Bestattung Ihres Familienmitglieds ausrichtet.

Sind Bestatter Seelsorger oder Handwerker?

Als Bestatter müssen wir den Wunsch des Verstorbenen und unterschiedliche Meinungen innerhalb der Familien strukturieren. Da geht es zum Beispiel auch darum, die Interessen derer zu vertreten, die bei der Auftragserteilung nicht mit am Tisch sitzen. Es ist wichtig diesen Bereich einfühlsam und mit größtem Verständnis für Emotionalität zu behandeln. Es ist für uns eine äußerst ehrenvolle Aufgabe, die Angehörigen in dieser Zeit mit Ihrer Trauer nicht allein zu lassen und sie in den vielen anstehenden Aufgaben begleiten zu können. Durch unsere Dienstleistung hat die Familie Zeit zur Trauer, welche in der ersten Zeit besonders wichtig ist.

Was ist die größte Belastung für Bestatter?

Anders als in vielen anderen Branchen gibt es bei einer Bestattung keine zweite Chance. Der besonders emotionale Tag muss in verhältnismäßig kurzer Zeit geplant und für die Angehörigen stimmig vorbereitet werden. Dennoch ist es uns ein Anliegen, individuelle Vorstellungen und Wünsche umsetzen zu können und die Familie in jeder Hinsicht zu unterstützen. Die Familie profitiert hierbei von unserer über 3 Generationen gesammelten Erfahrung.

Wie reagiert die Gesellschaft auf den Beruf Bestatter?

Das Berufsbild des Bestatters umfasst wesentliche Teile der Totenfürsorge. Im Mittelpunkt der Dienstleistungstätigkeit des Bestatters steht die ordnungsgemäße und würdevolle Verbringung der sterblichen Überreste von Menschen an den Bestattungsort.

In Vergangenheit wurde dieses Thema eher tabuisiert, so dass eine große Wissenslücke entstand. Ist also die Möglichkeit gegeben, mit einem Bestatter zu sprechen, werden oft lange ausstehende Fragen gestellt. Es kommen Aussagen wie: „Was ich in Verbindung dazu immer schon fragen wollte!“

Welche Kleidung zieht man Verstorbenen üblicherweise an?

Die kostbare und unwiederbringliche Zeit zwischen Tod und Bestattung will würdevoll und dem Verstorbenen entsprechend gestaltet sein, damit der Trauerprozess der Angehörigen heilsam beginnen kann. Es ist daher nicht wichtig, was die Gesellschaft üblicherweise macht, sondern welche Kleidung der Verstorbene zu Lebzeiten gerne getragen hat. Wenn z.B. Ihr verstorbener Vater ungerne eine Krawatte getragen hat, wäre es unpassend ihn im Sarg mit dieser zu bekleiden. Ebenso wie der Ablauf der Bestattung kann auch die Bekleidung sehr individuell gestaltet werden.

Wie läuft eine Beerdigung (Erdbestattung) oder Urnenbestattung ab?

Ablauf einer Erdbestattung:

Ausschlaggebend ist die entsprechende Vorgehensweise lauf Friedhofssatzung in Ihrem Ort. Entweder beginnt die Beerdigung mit der Beisetzung des Sarges im Grab und der Geistliche lädt anschließend zum Gottesdienst in die Kirche ein

oder der in der Zeitungsanzeige angegebene Zeitpunkt ist Beginn des Trauergottesdienstes in der Kirche bzw. in einer Trauerhalle am Friedhof (sofern vorhanden) und man begleitet den Sarg anschießend gemeinsam an die Grabstätte.

Der Sarg wird oft auf einem Bahrwagen zum Grab geleitet und dort von den Trägern in das Grab abgesenkt. Zum Teil geschieht dies mit Seilen, zum Teil wird ein Absenkautomat genutzt.

Bei den Trägern handelt es sich je nach den örtlichen Gegebenheiten um Angestellte eines von der Kommune bestimmten Bestatters oder um Nachbarn und Freunde, die die Familie organisiert.

 

Ablauf einer Feuerbestattung:

Die Trauerfeier kann bei einer Feuerbestattung vor oder nach der Einäscherung stattfinden.

Trauerfeier vor der Kremation heißt, dass der Trauergottesdienst mit dem Sarg stattfindet. In vielen Gemeinden darf der Sarg hierfür auch in der Kirche aufgestellt werden. Die Urnenbeisetzung muss bei dieser Variante zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, welche nur noch die engsten Angehörigen begleiten.

Trauerfeier nach der Kremation heißt, dass beim Trauergottesdienst die Urne Ihres Verstorbenen in der Kirche bzw. Trauerhalle am Friedhof in einer Dekoration aufgestellt wird. Hier ist es möglich und üblich, dass die Urnenbeisetzung direkt anschließend stattfindet.

Ganz unabhängig von der Bestattungsart und dem gewählten Ablauf ist es natürlich möglich, dass Sie sich von Ihrem lieben Verstorbenen in Ruhe verabschieden können. Eine sogenannte Aufbahrung gibt die Möglichkeit, sich am offenen Sarg zu verabschieden. Entweder am Friedhof in Ihrem Ort oder in passenden Räumlichkeiten beim Bestatter.

Welche Bestattungsarten gibt es?

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Bestattungsarten. Diese unterscheiden sich in erster Linie nach der Beisetzung des Verstorbenen in einem Sarg (Erdbestattung) oder einer Urne (Feuerbestattung). Die Feuerbestattung wird meist synonym für die Urnenbestattung verwendet. Im eigentlichen Sinn versteht man unter der Feuerbestattung die Kremierung des Verstorbenen. Die Urnenbestattung meint die Beisetzung der Urne auf einem Friedhof. Die Urne kann auch im Wasser (Seebestattung) oder im Wurzelbereichs eines Baumes (Baumbestattung) beigesetzt werden.

Über diese Möglichkeiten hinaus, gibt es z.B. auch noch Diamantbestattungen, bei der ein Teil der Kremationsasche in einem aufwendigen Prozess zu einem Diamanten verarbeitet wird, sowie die Möglichkeit die Kremationsasche auf einer Almwiese in der Schweiz zu verstreuen (Almwiesenbestattung) oder eine Luftbestattung bei der die Asche beispielsweise aus einem Heißluftballon heraus in der Luft verstreut wird.

Würdige und gute Bestattung. Was gehört dazu?

Eine würdige Bestattung liegt zunächst im Auge des Betrachters. Elementarer Bestandteil einer würdigen und guten Bestattung ist jedoch – neben einer qualifizierten und einfühlsamen Beratung– insbesondere der Umgang aller Beteiligten mit dem Verstorbenen. Eine sogenannte „hygienische Versorgung“, also das Waschen und Ankleiden eines Verstorbenen gehört ebenso dazu wie das Arrangement der Trauerfeier, die Ermöglichung und Durchführung einer individuellen Abschiednahme sowie die Erledigung vielfältiger formaler und bürokratischer Gänge.

Eine passende Dekoration einer Trauerfeier ermöglicht eine individuelle Würdigung.

Wie lange darf ich meinen verstorbenen Angehörigen zuhause behalten?

Was tun, wenn ein Angehöriger zu Hause stirbt?

Zu Hause zu sterben ist der Wunsch vieler Kranken. In den eigenen vier Wänden werden sie versorgt und stets ist ein Angehöriger an ihrer Seite.

Der Zeitraum, wie lange ein Verstorbener zuhause bleiben darf, ist eine Regelung jedes Bundeslandes. In Baden-Württemberg ist der Verbleib zu Hause innerhalb der ersten 36 Std. erlaubt. Wobei ab Eintritt des Todes auf den Zustand des Körpers geachtet werden sollte. Dieser ist stark abhängig von der Umgebungstemperatur. Die besten Umstände sind in der Kühlzelle beim Bestatter zu finden, wodurch der Zeitpunkt der Überführung unbedingt mit dem Bestatter abgeklärt werden sollte.

Der erste Schritt, den Sie als Angehörige innerhalb dieser 36 Std. tun sollten, ist einen Arzt zu kontaktieren. Das kann der Hausarzt oder abends und am Wochenende der diensthabende Notdienst sein. Er wird die Leichenschau vornehmen, den Verstorbenen untersuchen und im Anschluss die Todesbescheinigung/den Totenschein ausstellen. Ein fremder Arzt, der weder die Familie noch den Verstorbenen kennt, wird seine Untersuchung sehr gründlich durchführen. Dazu ist er verpflichtet – ansonsten darf der Totenschein nicht ausgestellt werden.

Warum benötigt man zur Feuerbestattung einen Sarg?

Um den Verwesungsprozess von Verstorbenen im Erdreich zu gewährleisten, bedarf es eines luftumschlossenen Bereichs, der durch den Sarg ermöglicht wird. Auch bei der Kremation ist ein Sarg unabdingbare Voraussetzung, denn das Sargholz sorgt einerseits beim Verbrennungsvorgang für das Erreichen der erforderlichen Hitze, andererseits verbietet sich ein Verzicht auf einen Sarg auch unter dem Aspekt der Würde des Verstorbenen.

Was muss man als Bestatter machen?

Ein Bestatter ist ein Dienstleister. In der heutigen Zeit übernimmt dieser weitaus mehr Aufgaben als nur die nötigen Grundleistungen. Neben dem Organisieren von Trauerfeiern und Bestattungen, kümmert sich das Unternehmen um die anfallenden Formalitäten, die Überführungen und die sogenannte „hygienische Grundversorgung“ – es beschreibt das Waschen und Einkleiden eines Verstorbenen.

Des Weiteren ist es sogar möglich, dass der Bestatter diverse Behördengänge für die Hinterbliebenen erledigt. So benachrichtigt dieser auch gerne sämtliche Versicherungen des Verstorbenen.

In gemeinsamen Gesprächen werden Angehörige beraten und betreut beim Druck von Trauerkarten und dem Formulieren und Aufgeben einer Traueranzeige. Natürlich bleibt es aber immer den Hinterbliebenen überlassen, welche Leistungen sie letztendlich in Anspruch nehmen.

Was ist im Fall eines Sterbefalls als erstes zu tun?

Ist der Angehörige nicht in einem Krankenhaus oder einem Alten- oder Pflegeheim verstorben, muss als erstes ein Arzt informiert werden. Er nimmt die Leichenschau vor und stellt die sogenannte Todesbescheinigung aus. Diese ist erforderlich, um die Behörden zu informieren und die weiteren Schritte einzuleiten.

Da es beim Arzt zu Wartezeiten kommen kann, ist diese Zeit sehr gut zu genutzt, um sich direkt an uns als Bestattungsunternehmen zu wenden. Wir können Sie in allen Angelegenheiten unterstützen und gemeinsam mit Ihnen überlegen, an was in diesem Moment gedacht werden muss.

Sobald der Arzt die Todesbescheinigung ausgestellt hat, dürfen wir als Bestattungsunternehmen die Überführung vornehmen.

Wie wird der Ablauf einer Beerdigung geplant?

Eine Beerdigung ist nicht nur für die nächsten Angehörigen eine schwierige Situation. Auch für die anderen Trauergäste ist dies ein Moment der Verunsicherung. Dementsprechend groß ist die Zahl der Fragen, wie eine Beerdigung geplant und an was in diesem Moment gedacht werden muss.

Der Ablauf einer Bestattung richtet sich nach der ausgewählten Bestattungsart, dem Ausrichten einer Trauerfeier und natürlich den Wünschen und Vorstellungen des Verstorbenen sowie der Angehörigen.

Die Erdbestattung erfolgt meist nach einer Trauerfeier in der Kirche oder Friedhofskapelle. Bei der Feuerbestattung kann eine Trauerfeier vor der Kremierung am Sarg oder im Anschluss an der Urne stattfinden. Der Ablauf einer Seebestattung kann ebenfalls variieren. Hier haben Sie die Möglichkeit die Trauerfeier auf dem Schiff oder separat bspw. in einer Trauerhalle abzuhalten.

Erkundigen Sie sich gerne bei uns nach den Möglichkeiten und lassen Sie sich hierzu beraten.

Wer gibt die Todesanzeige auf?

Eine Todesanzeige ist der übliche Weg, einen Todesfall bekanntzugeben und über die anstehende Trauerfeier und Bestattung zu informieren. Gleichzeitig können Sie mit der Anzeige das Leben des Verstorbenen würdigen und Ihre Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen zum Ausdruck bringen.

Eine Todesanzeige wird von den nächsten Angehörigen aufgegeben, in der Regel also von der engeren Familie. Eine Traueranzeige dagegen kann jeder aufgeben, der sich dem Verstorbenen verbunden fühlt. Häufig sind dies Freunde, Kollegen oder Vereinskameraden. Wenn der Verstorbene eine langjährige oder höhere Position oder Funktion innehatte, nehmen mitunter auch Unternehmen, Institutionen und Organisationen eine Würdigung in Form eines Nachrufs vor.

Wir als Bestattungsunternehmen haben die Möglichkeit Sie in der Gestaltung zu unterstützen, über die üblichen Inhalte zu informieren und können zudem die Anzeige an die entsprechende Zeitungsagentur weiterleiten.

Wieviel kostet eine Beerdigung?

Ein Todesfall ist für Angehörige immer schmerzlich und mit Stress sowie Trauer verbunden. Gerade in der ersten Zeit nach dem Ableben des geliebten Menschen haben die meisten keinen zusätzlichen Kopf für Finanzen oder Administration. Doch letztlich sind die Kosten für eine Beerdigung nicht zu unterschätzen. Sie setzen sich aus verschiedenen Einzelpositionen zusammen, sodass immer mit einem mittleren vierstelligen Betrag gerechnet werden muss. Diese Summe kommt in der Regel auf die Erben zu, denn sie sind gesetzlich verpflichtet, die Bestattungskosten des Erblassers zu übernehmen. Grundsätzlich können diese Kosten vom Geld des Verstorbenen beglichen werden.

 

Die Kosten einer Bestattung umfassen normalerweise drei Gebiete:

  1. Die Lieferungen und Leistungen des Bestatters, die sich in der Regel wie folgt zusammensetzen: Die Überführung vom Sterbeort zum Friedhof, der Sarg, die Erledigung der Formalitäten, Ankleiden und Einbetten des Verstorbenen, Trauerdruck und Organisation der Bestattung.

 

  1. Die von den Hinterbliebenen gewünschten Fremdleistungen wie Blumen, Zeitungsanzeigen, Musikwünsche, Steinmetz.

 

  1. Die amtlichen Gebühren wie Kosten der Gemeinden für die Kühlung, Aussegnung, Beisetzung und Grabgebühren, sowie die Leichenschau, Standesamtsgebühren, evtl. kirchliche Gebühren und evtl. Kremationsgebühren.

Unabhängig von den einzelnen Positionen gibt es weitere Faktoren, welche die Höhe der Bestattungskosten beeinflussen können:

Ø  Bestattungsart: Wer eine Urnenbestattung wählt, darf in der Regel mit geringeren Kosten rechnen als mit einer Sargbestattung.

Ø  Bestattungsort: Die Unterhaltskosten für ein Grab richten sich zum Beispiel nach der Popularität eines Friedhofs sowie nach der Region oder dem Stadtteil, in welchem ein Angehöriger bestattet wird.

Ø  Art des Grabes: Die Bestattung in einem vorhandenen Familiengrab ist für Angehörige meist günstiger als in einem neu anzulegenden Einzelgrab. Außerdem spielt die Ausgestaltung der Grabanlage eine entscheidende Rolle für die Höhe der Kosten.

Ø  Umfang der gewünschten Leistungen beim Bestatter: Sie als Angehörige können durch Auswahl des Sarges oder der Größe der Todesanzeige den Preis stark beeinflussen.

Wer darf zur Beerdigung alles kommen?

Verantwortlich für die Organisation einer Beerdigung sind in Deutschland gemäß der Totenfürsorgepflicht die nächsten Familienangehörigen.

D.h. Sie als Angehörige haben die Möglichkeit durch die Art der Einladung zum Trauergottesdienst die Anzahl der Trauergäste zu beeinflussen. Ist demnach eine Todesanzeige mit Termin in der Tageszeitung veröffentlicht, kann davon ausgegangen werden, dass die meisten die sich mit dem Verstorbenen verbunden fühlen, sich Zeit einräumen und zur Bestattung kommen werden.

Wo darf ich meine Angehörigen bestatten lassen? Darf ich den Friedhof aussuchen?

Eigentlich müsste diese Frage mit Nein beantwortet werden, da man nur in der Gemeinde einen Anspruch auf eine Grabstelle hat, in der man seinen gemeldeten Erstwohnsitz hat.

Jedoch machen einige Gemeinden in unserer Region eine Ausnahme und stellen, nach Erläuterung des Grundes, auch für auswärtige Mitbürger Grabflächen zur Verfügung. Ein Grund könnte sein, dass die engsten Angehörigen durch ein Eigenheim längerfristig an den Ort gebunden sind und somit die Grabpflege nachweislich erledigen können.

Für eine Beisetzung in einem Begräbniswald (Baumbestattung) gilt diese Regelung nicht. Diese lassen die Bestattung grundsätzlich unabhängig vom Wohnsitz zu.

Ist in der Urne tatsächlich die Asche meines Verstorbenen?

Kann ich sicher sein, dass die Asche meines Angehörigen in die richtige Urne kommt? – Ja, selbstverständlich.

Diese Frage beschäftigt Angehörige immer wieder – verständlicherweise. Doch wir können Sie beruhigen – im Ablauf einer Feuerbestattung gibt es viele einzelne Schritte, die gewährleisten, dass zweifellos die Asche Ihres Verstorbenen in die für ihn ausgewählte und bereitgestellte Urne gefüllt wird.

Vor der eigentlichen Kremierung werden zunächst die Daten des Verstorbenen mit den Angaben in den Papieren verglichen. Der nächste wichtige Bestandteil im Ablauf ist der feuer- und hitzebeständige Schamottstein, auf dem die Identifikationsnummer sowie der Name des Krematoriums eingeprägt sind. Dieser Stein wird dem Sarg vor der Einäscherung zusätzlich beigelegt und nach dem Verbrennungsvorgang zusammen mit der Asche aus der Ofenkammer entnommen und mit in die Aschekapsel gefüllt. So ist in jedem Schritt sichergestellt, um welchen Verstorbenen es sich handelt.

Anschließend wird die Aschekapsel vom Krematorium versiegelt und mit einer nicht entfernbaren Beschriftung versehen. Diese enthält ebenfalls Name, Geburts- und Sterbetag sowie die Identifikationsnummer und den Namen des Krematoriums.

Was kann ich im Vorfeld bereits erledigen?

Durch eine Bestattungsvorsorge können Sie bereits zu Lebzeiten festlegen, wie Ihre Bestattung ablaufen soll. Entscheidend ist dabei, dass alles nach Ihren Wünschen umgesetzt werden kann. Für die Hinterbliebenen bedeutet das in der Regel eine große Erleichterung. Das Wissen, dass alles so abläuft, wie Sie es sich gewünscht haben, wirkt tröstend. Wichtig bei einer Bestattungsvorsorge ist die Hinterlegung an einem Ort, an welchem sie im Sterbefall schnell gefunden werden kann, um Anwendung zu finden. Zusätzlich empfehlen wir immer das offene Gespräch mit der Familie oder Freunden. Das Thema der eigenen Bestattung wird häufig gemieden. Im Todesfall sind die meisten Hinterbliebenen dennoch froh, ein solches Gespräch geführt zu haben.

Um eine Vorsorge zu erarbeiten, können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren. Durch die Vorsorge können Sie Vorgaben hinsichtlich Ihrer eigenen Beisetzung treffen und selbst die Musik für die Trauerfeier festlegen. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit die Finanzierung der Bestattung abzusichern. So nehmen Sie Ihren Angehörigen die Angst, Ihren Wünschen nicht zu entsprechen und außerdem die finanzielle Belastung.

Was tun, wenn ich keine Papiere (Urkunden) finde?

Nach einem Todesfall benötigt man eine Reihe von Dokumenten. Zunächst braucht der herbeigerufene Haus- oder Notarzt den Personalausweis des Verstorbenen, um die Todesbescheinigung ausstellen zu können. Diese Todesbescheinigung wird später mit unterschiedlichen Urkunden wie z.B. der Geburtsurkunde, der Heiratsurkunde oder dem Scheidungsurteil vom Standesamt angefordert, um die Sterbeurkunde anzufertigen. Auch hinterlegte Dokumente wie ein Testament oder eine Bestattungsvorsorge können vorbereitet werden.

Zur Unterstützung ist unser Team aber selbstverständlich sehr gerne bereit, Sie zu beraten und im Sterbefall zu begleiten.

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